{"id":22,"date":"2019-09-12T12:28:02","date_gmt":"2019-09-12T12:28:02","guid":{"rendered":"http:\/\/pummels.de\/?page_id=22"},"modified":"2026-01-08T16:37:37","modified_gmt":"2026-01-08T16:37:37","slug":"was-sind-cuys","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/pummels.de\/?page_id=22","title":{"rendered":"Was sind Cuys?"},"content":{"rendered":"\n<p>Das wichtige vorweg: Wer nicht bereit oder f\u00e4hig ist, seinen Cuys (keine Einzelhaltung!) ein ausreichend gro\u00dfes Gehege gem\u00e4\u00df der <a href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Nutzer\/Downloads\/TVT-MB_159_Meerschweinchen_1-5.pdf\">Empfehlungen des TVT<\/a> zur Verf\u00fcgung zu stellen, ihnen t\u00e4glich Frischfutter in ausreichend gro\u00dfer Menge zukommen zu lassen und nicht bereit oder in der Lage ist, im Ernstfall auch mal tausend Euro f\u00fcr eine tier\u00e4rztliche Behandlung zu er\u00fcbrigen, sollte keine Cuys halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun zu den Sachinfos: Im deutschsprachigen Raum werden Riesenmeerschweinchen als \u201eCuys\u201c bezeichnet. Im Vergleich zu den \u201enormalen\u201c Meerschweinchen, mit denen sie eng verwandt sind, sind sie erheblich gr\u00f6\u00dfer und schwerer. Aufgrund ihrer h\u00f6heren Scheu sind sie noch weniger als Kuscheltier oder f\u00fcr Kinder geeignet als die &#8222;normalen&#8220; Meerschweinchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Haltung erfolgt gruppenweise und (sofern die M\u00e4nnchen nicht kastriert sind) geschlechtergetrennt in gro\u00dfen Gehegen (siehe hierzu die <a href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Nutzer\/Downloads\/TVT-MB_159_Meerschweinchen_1-5.pdf\">Empfehlungen des TVT<\/a>, wenngleich er unzutreffend davon ausgeht, dass Cuys erheblich mehr Gehegefl\u00e4che brauchen &#8211; freilich brauchen sie gr\u00f6\u00dfere H\u00e4uschen). Cuys verstehen sich mit normalen Meerschweinchen und k\u00f6nnen gemeinsam mit diesen gehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Name \u201eCuy\u201c entstand aus dem Wort \u201eQuwi\u201c der Sprache der s\u00fcdamerikanischen Ureinwohner. In S\u00fcdamerika werden allerdings alle Meerschweinchen als Quwi bezeichnet. Bei \u201eQuwi\u201c wie auch \u201eCuy\u201c handelt es sich um ein lautmalerisches Wort. \u00c4hnlich, wie \u201eWauwau\u201c in deutscher Kindersprache einen Hund bezeichnet, geben Meerschweinchen quiekende Laute von sich, die wie \u201eCuycuy\u201c klingen. <\/p>\n\n\n\n<p>Riesenmeerschweinchen (Cuy) sind letztlich \u201enormale\u201c Meerschweinchen, die aber in S\u00fcdamerika, woher sie stammen, zum Zweck der Fleischproduktion besonders gro\u00df gez\u00fcchtet wurden. Es handelt sich also urspr\u00fcnglich um Masttiere, die m\u00f6glichst schnell viel Fleisch ansetzen sollen. W\u00e4hrend normale Meerschweinchen ausgewachsen zumeist um 1 kg wiegen, erreichen Cuys dieses Gewicht bereits nach etwa drei-vier Monaten. Das Endgewicht von m\u00e4nnlichen Cuys liegt in S\u00fcdamerika bei 2-2,5kg. (Die Sache mit den 4 kg ist ein Ger\u00fccht, beim <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cuy\">Wikipediaartikel<\/a> habe ich das ausf\u00fchrlicher dargelegt).<\/p>\n\n\n\n<p>Alle in Europa erh\u00e4ltlichen Cuys stammen von einigen wenigen aus S\u00fcdamerika importieren Tieren ab. Besonders deutlich ist dies f\u00fcr Cuys mit der Fellzeichnung \u201eCalifornia\u201c, die bei einfarbigem Fell \u00fcber eine schwarze oder schokofarbige Nasenzeichnung und dunkle Ohren und F\u00fc\u00dfe verf\u00fcgen. Diese stammen alle von sechs Tieren ab, welche erst 2012 von Christian Koch (Zucht \u201evon Barnim\u201c) importiert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen gibt es hierzulande Cuys in allen Felltypen und Rassen, die man auch von normalen Meerschweinchen kennt. Die California-Zeichnung ihrerseits kam \u00fcber die Cuys dann auch zu den normalen Meerschweinchen. In S\u00fcdamerika gibt es Cuys hingegen haupts\u00e4chlich in hellen Farbkombinationen, da dunkle Haut auf dem Teller (man z\u00fcchtet sie dort zum Verspeisen) unappetitlich auss\u00e4he.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verpaarung von normalen Meerschweinchen mit Cuys ist zwar m\u00f6glich, jedoch gef\u00e4hrlich. Die enorme Gr\u00f6\u00dfe eines Cuy-M\u00e4nnchens vererbt sich auf die Jungtiere, was f\u00fcr das Meerschweinchen-Weibchen lebensgef\u00e4hrlich ist. Das gilt auch f\u00fcr die m\u00e4nnlichen Nachkommen von Cuys bis in die vierte Generation.<\/p>\n\n\n\n<p>Cuys haben wegen ihrer Abstammung von Masttieren immer noch eine k\u00fcrzere Lebenserwartung, als normale Meerschweinchen und wurden anfangs oft nur 2\u20133 Jahre alt. Lebensverl\u00e4ngernd ist es, darauf zu achten, dass sie sich viel bewegen und sie nicht mit zu energiereichem Futter zu versorgen. Die Tiere aus meiner Zucht erreichten bei mir ein Alter von 4-5 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Cuys werden haupts\u00e4chlich von Liebhabern gehalten und sind nicht in Zoohandlungen zu erwerben, sondern nur bei Privatpersonen. (Eine Ausnahme war Zoo Zajac, aber der ist Geschichte).<\/p>\n\n\n\n<p>Cuys fressen dasselbe, wie normale Meerschweinchen: Viel frisches Gem\u00fcse, essbare Wildpflanzen (Giersch, L\u00f6wenzahn), dazu Heu. Tieren in Aufzucht, Schwangerschaft und Stillzeit sowie in winterlicher Au\u00dfenhaltung schadet geeignetes und auf die Bed\u00fcrfnisse abgestimmtes zus\u00e4tzliches Pelletfutter mitnichten. Der Frischfutteranteil sollte t\u00e4glich bei mindestens 20% ihres K\u00f6rpergewichtes liegen. Da kommt einiges zusammen. Sie fressen doppelt so viel, wie normale Meerschweinchen. Den Aufwand, das Gr\u00fcnfutter in ausreichender Menge zu sammeln beziehungsweise die Kosten daf\u00fcr, es zu kaufen, sollten nicht untersch\u00e4tzt werden. Pro Tier und Woche fallen schnell 10\u20ac an.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das wichtige vorweg: Wer nicht bereit oder f\u00e4hig ist, seinen Cuys (keine Einzelhaltung!) ein ausreichend gro\u00dfes Gehege gem\u00e4\u00df der Empfehlungen des TVT zur Verf\u00fcgung zu stellen, ihnen t\u00e4glich Frischfutter in ausreichend gro\u00dfer Menge zukommen zu lassen und nicht bereit oder in der Lage ist, im Ernstfall auch mal tausend Euro [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-22","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pummels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/22","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pummels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/pummels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pummels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pummels.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/pummels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/22\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1566,"href":"https:\/\/pummels.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/22\/revisions\/1566"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pummels.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}